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2003

Das Kalenderjahr 2003 wird als ein Jahr der Wetter-Superlative in Erinnerung bleiben. Kaum ein Tag verging, an dem nicht in allen Zeitungen und auf allen Kanälen des Fernsehens das Wetter die Schlagzeilen bestimmte. Und so wird das Jahr 2003 vor allem als ein Jahr der Wetterrekorde seit Beginn der kontinuierlichen Wetteraufzeichnungen in die Annalen eingehen: Höchste Sonnenscheindauer (350 Stunden mehr als im Durchschnitt), wärmster Sommer, wärmster Tag
(40,3° C) und wärmste Nacht (27,6° C) sowie niedrigste Pegelstände selbst in den großen Flüssen.
Natürlich blieben diese Wetterrekorde nicht ohne Einfluss auf den Weinjahrgang 2003. Früher Austrieb, sehr frühe Blüte (16 Tage früher als im 30-jährigen Mittel) und ein sich gleichermaßen fortsetzender Vorsprung in der Reifeentwicklung über das gesamte Vegetationsjahr kennzeichnen den Jahrgang.
Dank der ausgeglichenen Bodenstruktur unserer Weinberge und ihrem Mix aus steinigen Phyllitanteilen und Löß-Lehm-Beimengungen konnten unsere Weinberge ausreichend Wasser speichern, um die Versorgung der Reben über den regenarmen Sommer zu sichern. Die außergewöhnliche Sonnenscheindauer ermöglichte eine perfekte Ausreifung der Trauben, so dass wir schon im Bereich der Qualitätswein-Ernte hochwertige Spätlesequalitäten mit goldgelbem, kerngesundem Lesegut ernten konnten. Mit dem 22. September erlebte Weingut Robert Weil auch den frühesten Lesebeginn seit seiner Gründung 1875.
In unserem Grand Cru „Kiedrich Gräfenberg“ konnten wir neben außergewöhnlichen „Ersten Gewächsen“ edelsüße Prädikate mit Spitzenmostgewichten von bis zu 316° Oe ernten. Diese Mostgewichte bedeuten auch auf Weingut Robert Weil Rekord.
Mit der Ernte eines Eisweines Anfang Januar 2004 konnten mit dem Jahrgang 2003 auf Weingut Robert Weil in einer einmaligen ununterbrochenen Folge von nunmehr fünfzehn Jahrgängen alle Prädikate bis zum Eiswein und zur Trockenbeerenauslese geerntet werden.
Das Geschmacksbild des Jahrganges 2003 ist von großer Aromenfülle bei Frucht und Mineralität, Nachhaltigkeit und feiner, äußerst lebendiger Säure geprägt.
Mit einem Ertrag von 53 hl/ha liegt der Jahrgang knapp unter dem langjährigen Durchschnitt.
Zusammen mit den Jahrgängen 2001 und 2002 steht der 2003er in einer Reihe außergewöhnlicher Jahrgänge. Damit hat uns die Natur eine Trias phänomenaler Jahrgänge zu Beginn des Jahrhunderts geschenkt, jeder ein wenig anders, aber alle auf höchstem Niveau und ein unendliches Thema für spannendste Verkostungen.