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2012

Die Überraschung - Geduld und harte Arbeit wurden mehr als belohnt!
Das Wetter im Jahr 2012 brachte schon so manche Überraschung. Der Januar zeigte sich eher frühlingshaft, bevor es dann im Februar knackig kalt wurde. Unsere Reben überstanden die Frostperiode jedoch unbeschadet.
Später Austrieb. Aufgrund durchwachsenen Wetters im März und April hatten wir einen relativ späten Austrieb erst Ende April. Frühe Rebblüte. Bedingt durch einen warmen Mai kam dann aber die Natur gut in Fahrt, so dass die Blüte eine Woche früher als im langjährigen Mittel, Mitte Juni, abgeschlossen war.
Verrieselungsschäden und Ernteeinbußen. Jedoch war das Blütewetter in der ersten Junihälfte zu kühl und nass, so dass es im Rheingau zu nicht unerheblichen Verrieselungen und somit zu Ernteeinbußen kam.
Gesunde lockerbeerige Trauben. Die Verrieselungen brachten uns aber auch den großen Vorteil lockerbeeriger Trauben, die später bis weit in den November hinein sehr gesund bleiben sollten. Selbst der feuchte Frühsommer konnte den Trauben in unseren Weinbergen nichts anhaben. Jedoch waren intensive Laubarbeiten, ein gezielter Pflanzenschutz und die lange Erfahrung unserer Mitarbeiter gefragt.
Sehr gute Reifephase. In der entscheidenden Reifephase im Spätsommer fanden die Trauben dann beste Bedingungen, wobei der Reifebeginn mit Mitte August eine Woche vor dem langjährigen Mittel festzumachen war. Durch die warmen Tage stiegen die Öchslegrade rasch an, durch die kühlen Nächte stabilisierte sich aber auch die Säure. Außerdem waren die Beerenhäute sehr dick und äußerst widerstandsfähig, so dass die Trauben außergewöhnlich lange gesund blieben.
Beste Erntebedingungen. So präsentierten sich die Trauben Anfang Oktober in nahezu perfektem Zustand - reif, geschmacksintensiv, absolut gesund und um die 85° Oechsle. Besser geht es kaum! Und trotzdem haben wir uns Zeit gelassen, um perfekte, physiologisch reife Rieslingtrauben ernten zu können. So wurden wir in unseren Spitzenlagen mit goldgelben wunderbaren Trauben mit 94 bis 98° Oechsle belohnt.
Trotz all dieser Euphorie und herausragend qualitativer Ernteergebnisse mussten wir doch feststellen, dass da noch etwas fehlt. Durch das ungewöhnlich gesunde Lesegut war es uns nämlich bis weit in den November hinein nicht möglich, edelfaule Trauben zu selektionieren. Aber auch hier haben wir alles gegeben. Zwar sind die Mengen der edelsüßen Weine nur äußerst gering, deren hohe Qualität aber den großen Selektionsaufwand allemal wert gewesen.
Weltweit einmalig - ununterbrochene Reihe von Trockenbeerenauslesen seit 1989. So sind wir glücklich, auch mit dem Jahrgang 2012 wieder alle Qualitäten einschließlich Trockenbeerenauslese und Eiswein geerntet zu haben.
Finesse und Eleganz und doch Komplexität. Der Jahrgang 2012 hat uns keine Superlative gebracht. Vielmehr zeigen sich die jungen Weine mit subtiler Frucht, sehr finessenreich, aber doch auch mit entsprechender Ernsthaftigkeit und Komplexität. Die Alkoholgehalte sind etwas niedriger als bei den drei Vorgängerjahrgängen. Die Weine zeigen dadurch aber nicht weniger Kraft und Dichte und nähern sich einem von uns angestrebten Ideal von Berglagenweinen mit „kühler“ Aromatik und mineralischem Zug bei hervorragenden Reifevoraussetzungen auf der Flasche.