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2005

Noch immer scheint zur Beurteilung des Wetterverlaufes eines Jahres das Jahr 2003 mit seinen extremen Wetterbedingungen das Maß aller Dinge. Deshalb wird auch das Sommerwetter 2005 subjektiv und landläufig als eher mittelmäßig eingeschätzt.
Alle Wetterdaten für 2005 widerlegen dies aber eindrucksvoll. Der Vegetationsverlauf war geprägt von einer Sonnenscheindauer, die deutlich über dem Soll lag. So waren schon Ende Juli für den Rheingau 150 Sonnenscheinstunden mehr erreicht als im langjährigen Mittelwert (1971-2000). Die Niederschlagsverteilung war über das gesamte Jahr und vor allem über die Vegetationsperiode ideal für die Rebe.
Der Austrieb Mitte April erfolgte ebenso wie die Blüte eine Woche früher als im langjährigen Mittel. Diese äußerst positive Entwicklung setzte sich dank des perfekten Wetters im Juni und Juli fort, so dass der Reifebeginn Mitte August um vierzehn Tage früher als üblich einsetzte.
Gekrönt wurde der Jahrgang allerdings von einem ungewöhnlich sonnigen September, an den sich ein Goldener Oktober perfekt anschloss.
All dies trug zu einer außergewöhnlichen Ausreifung der Trauben bei, so dass wir auf Weingut Robert Weil schon Anfang Oktober mit der Ernte beginnen konnten.
Absolut gesunde und goldgelbe Trauben mit herrlicher Fruchtausbildung, intensivster Aromatik und traumhaften Mostgewichten wurden von Anfang der Ernte an eingebracht.
Dies bedeutete ideale Voraussetzungen sowohl für eine außergewöhnliche Qualität unserer Gutsrieslinge als auch für das Erste Gewächs und die Gräfenberg Spätlese mit neuen Rekordmostgewichten. Erst drei Wochen nach Erntebeginn, ideal für den Ernteablauf, entwickelte sich feinste Botrytis an den Trauben, so dass wir im nunmehr siebzehnten Jahr, weltweit einmalig, in ununterbrochener Folge alle Qualitätsstufen bis zur Trockenbeerenauslese mit 245°Oe ernten konnten.
Die grandiosen Reifewerte der Trauben, auch durch die um 10 % kleinere Ernte als im langjährigen Mittel, geben dem Jahrgang 2005 die Kraft und Nachhaltigkeit des Jahrganges 2003. Als Gegenpart zeigt er aber auch die Finesse und Eleganz sowie die Mineralität und die perfekten Säurewerte des Jahrganges 2004: die optimale Symbiose zweier großer Riesling-Jahrgänge im neuen Jahrgang 2005.
Möchte man den Jahrgang 2005 einordnen und mit anderen Jahrgängen vergleichen, so zeigt er sich in seinen Voraussetzungen auf einem Niveau mit den bedeutenden Jahrgängen 1971, 1953 und sogar 1921.