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2004

Waren die Jahre 2002 und 2003 von extremen Wetterverläufen geprägt, so zeigte sich das Jahr 2004 aus meteorologischer und phänologischer Sicht viel ausgeglichener. Auch wenn vielen der Sommer 2004 gar nicht in so guter Erinnerung geblieben ist, so beweisen es die unbestechlichen Wetteraufzeichnungen dennoch: er war sogar wärmer als im 30jährigen Mittel.
Die Blüte stellte sich leicht verfrüht ein. Auf Grund einer etwas kühleren Witterung kam es während der Blüte zu Verrieselungen und damit zu lockerbeerigen Trauben, was einer langen Gesunderhaltung der Trauben mit langen möglichen Hänge- und Reifezeiten diente.
Der Vegetationsverlauf über die Monate Juli und August hinweg war perfekt für die Rebe und hatte einen frühen Reifebeginn zur Folge. Eine ausreichende und wohl dosierte Niederschlagsverteilung ermöglichte nach dem niederschlagsarmen Jahr 2003 wieder eine ausgeglichene Wasserbilanz unserer Böden.
Mit dem Ende des Monats August stellte sich ideales „Altweibersommerwetter“ ein, das bis weit in den Oktober anhielt. Dies hatte eine schnelle und außerordentliche Zunahme der Mostgewichte zur Folge.
So konnten wir ab dem 11. Oktober in unseren Weinbergen vollreife, gesunde Trauben mit einer wunderbaren Fruchtausbildung und einer tollen Nachhaltigkeit im Geschmack ernten. Dass dabei selbst die Qualitätsweine wieder die Ausreifung und Mostgewichte hochwertiger Kabinette oder gar Spätlesen erreichten, überraschte denn auch uns sehr.
Bei einer Ernte bis an Weihnachten heran war es mit der Eisweinlese am 21. Dezember auch im sechzehnten Jahr möglich, in einer einmaligen ununterbrochenen Folge alle Prädikate bis zum Eiswein und zur Trockenbeerenauslese zu ernten.
Die 2004 Weine probieren sich äußerst ausdrucksstark und nachhaltig, aber auch finessenreich und strukturiert. Dafür entscheidend ist, dass bei aller Ausreifung des Lesegutes und damit einhergehender Nachhaltigkeit der Weine eine reif schmeckende, sehr harmonische Säure den Weinen ihr ganz besonderes Spiel gibt.
Mit diesem Geschmacksbild zeigt sich der Jahrgang 2004 als exzellenter Riesling-Klassiker, der hohes und absolut Riesling-typisches Trinkvergnügen bereitet. Die Weine des 2004er erinnern – wenn man denn überhaupt Jahrgänge vergleichen möchte – doch deutlich an den hervorragenden Jahrgang 1990.
Der Durchschnittsertrag für den Jahrgang 2004 liegt exakt im langjährigen Mittel von 55 hl/ha.