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2002

Im Rückblick wird das Jahr 2002 klimatisch als ein Jahr mit extremen Unwettern nicht nur in Deutschland in Erinnerung bleiben. Glücklicherweise blieb aber das Rheingau von Sturm, Starkregen und Hochwasser verschont. Das Jahr wird aber auch als das zweitwärmste Jahr seit 1860, dem Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen, in die Annalen eingehen.
Nach einer frühen und raschen Blüte waren die Bedingungen für den Jahrgang 2002 auch während der Monate Juli und August hinsichtlich Temperaturen und Niederschlägen im Rheingau so ausgewogen, wie es der Riesling sich idealerweise wünscht. Es schloss sich ein perfektes Spätsommerwetter im September mit warmer Witterung am Tag und kühlen Nachttemperaturen an. Dies führte zu bester Ausreifung des Lesegutes.
Wenn dennnoch ein Wunsch für den Jahrgang unerfüllt blieb, so war es der für das Oktober-Wetter. Hätten wir auch nur im Ansatz einen goldenen Oktober wie im Jahrgang 2001 erlebt, so hätte man den 2002er sicher unbenommen als Jahrhundertjahrgang einstufen können. Allerdings hatte das durchwachsene Wetter ab Mitte Oktober dank selektiver, qualitätssichernder Maßnahmen in unseren Weinbergen keinen Einfluss auf die Gesamtqualität des Jahrganges.
Somit ist auch ohne die Hilfe des Oktobers mit dem 2002er ein phänomenaler Jahrgang gewachsen. Hohe Ausreifung eines kerngesunden Lesegutes bescherte uns schon im Bereich der Qualitätswein-Ernte hochwertige Kabinett- und Spätlesequalitäten. Neben großartigen trockenen Weinen, insbesondere des Ersten Gewächses aus dem Gräfenberg, konnten wir im edelsüßen Segment nach dem gewünschten Eintrocknen der Beeren noch Mostgewichte bis an die 200° Qechsle ernten.
Dank einer Trias kalter Tage in der zweiten Dezemberwoche war es mit der Ernte eines Eisweines auf Weingut Robert Weil möglich, im nunmehr vierzehnten Jahr in einer ununterbrochenen Folge alle Prädikate bis zum Eiswein und zur Trockenbeerenauslese einzubringen.
Die Weine des Jahrganges 2002 kennzeichnen ein sehr hohes Frucht- und dichtes Geschmackspotential auf Grund hoher Reife und bestem Extrakt sowie eine sehr lebendige und reife Weinsäure.
Die beiden letzten Jahrgänge, die mit einem ähnlich hohen durchschnittlichen Mostgewicht wie der Jahrgang 2002 geerntet werden konnten, waren die Jahrgänge 1993 und 1976. So lag beispielsweise das Mostgewicht für die 2002er trockenen Gutsweine zu Beginn der Ernte und während der Haupternte schon zwischen 85° und 98° Oechsle.
Der Durchschnittsertrag für den Jahrgang 2002 liegt knapp über dem langjährigen Mittel von 55 hl/ha.