


Seit den Tagen der GruÌndung des Weingutes Robert Weil galt der Turmberg neben dem GrĂ€fenberg immer als zweite Spitzenlage des Weingutes.
Der Lagenname Turmberg leitet sich vom erhaltenen Bergfried der ehemaligen Burg Scharfenstein ab. Diese Höhenburg wurde um 1160 auf dem nordöstlich von Kiedrich gelegenen Bergsporn (240 m uÌber NN) auf Veranlassung der Mainzer Erzbischöfe erbaut. Sie sollte den Rheingauer Landesherren zum einen die Ostflanke des Rheingaus sichern und zum anderen den wichtigen Handelsweg, der von Eltville nach Limburg und von dort weiter nach Köln fuÌhrte. Köln war im Mittelalter eine sehr bedeutende Handelsstadt, gerade auch fuÌr den europĂ€ischen Wein. Andere Quellen vermuten in der Burg einen Schutz des nahe gelegenen GrĂ€fenbergs, der, nach seiner Rodung im Jahre 1109, als Weinberg angelegt wurde. Von den spĂ€teren Burgmannen der Mainzer Erzbischöfe, den Scharfensteinern, erhielt die Burg dann ihren Namen. Zusammen mit dem Mainzer Rad bildet der Scharfenstein-Turm seit den Tagen des Mittelalters Siegel und Wappen Kiedrichs.
Mit dem Weingesetz von 1971 und dessen Novellierung der Weinbergsrolle ging die alte Lagenbezeichnung Kiedricher Turmberg in der Lage Kiedricher Wasseros auf. Im Jahre 2005 wurde sie als Einzellage und als Monopolbesitz des Weingutes Robert Weil mit 3,8 ha in den Parzellen des ehemaligen Turmbergs wieder eingesetzt.
Der Turmberg liegt an den HĂ€ngen eines steilen Bergsporns. Der Boden dieser steinig-grusigen Schieferkippe besteht zu hohen Anteilen aus Phylliten mit geringfuÌgigen LöĂlehmbeimengungen.