Die Weinbergsarbeit

Weinberge im Kiedricher Berg
Selektive Handlese
Lesegut für die Ganztraubenpressung

QualitĂ€t und unverwechselbare IdentitĂ€t eines Weines haben ihren Ursprung im Weinberg. Neben dem Renommee einer Lage, das sich zum einen historisch und zum anderen aus mikroklimatischen und geologischen Gegebenheiten begründet, ist hierfür vor allem eine streng qualitĂ€tsorientierte Bearbeitung der Weinberge entscheidend.

Die Weinberge von Weingut Robert Weil, mit einer Pflanzdichte von 5000 bis zu 6000 Reben/ha und mit einem Alter bis zu mehr als 50 Jahren, gehören zu den besten Lagen des Rheingaus. Sie werden nach den Maßgaben eines umweltschonenden Weinanbaues bearbeitet. Dazu gehören eine rein organische Düngung je nach Bedarf des Weinbergbodens, Begrünung in jeder zweiten Zeile mit dem Ziel einer optimalen Humusversorgung des Bodens, der Verzicht auf Herbizide und ein nur absolut notwendiger Einsatz von Mitteln für einen nützlingsschonenden Pflanzenschutz.

Anschnittsbegrenzung in den ertragsmindernd geführten Weinbergen, das Ausdünnen nach der Blüte, Traubenteilen, zeitgerechtes EntblĂ€ttern der Traubenzone und Negativ-Selektionen gehören zur unbedingten QualitĂ€tsphilosophie des Weingutes.

Niedrigste MengenertrÀge und höchste Anforderungen an die Ausreifung des Erntegutes sind selbstgesetzte Ziele. Deshalb beginnt die Ernte selten vor Oktober und dauert mindestens acht bis zehn Wochen an. In dieser Zeit intensivster selektiver Handlese mit bis zu siebzehn DurchgÀngen in den Weinbergen ist es das Ziel, aus bestem Lesegut alle PrÀdikate des Rieslings bis zur Trockenbeerenauslese zu ernten: ein Ziel, das seit dem Jahrgang 1989 in einer ununterbrochenen Reihenfolge der JahrgÀnge erreicht wurde.